Nerves

Von Ralf Möllenhoff. Mit Michael Möllenhoff, Markus Masur, Luke Romero Möllenhoff, Oliver Peick, Roland Riemer.

Am ersten Weihnachtstag fährt Stadtplaner Jan mit zwei Kollegen in eigener Verantwortung in eine verlassene Siedlung, die in keinem Verzeichnis auftaucht. Gleich bei ihrer Ankunft wird einer der Männer angegriffen und schwer verletzt. Jan sucht in einer der verlassenen Wohnhäuser nach Hilfe und stößt auf einen geheimnisvollen Mann, der ihm von einem Betriebsunfall im in der Nähe liegendem Schlachthaus erzählt und kurz darauf wieder verschwindet. Nach Anbruch der Dämmerung tauchen immer mehr stumme, maskierte und als Weihnachtsmänner verkleidete Gestalten auf, die Jan angreifen und ihn an der Flucht hindern. Inmitten von verstümmelte Leichen und vermummten offensichtlich geisteskranken Bewohnern, versucht Jan im Haus Hinweise über die Hintergründe dieses Massakers zu finden...

Ein beklemmender, sehr blutiger Amateur-Thriller von No-Budget-Filmer Ralf Möllenhoff, sehr frei nach der makabren Kurzgeschichte Das System des Dr. Teer und Professor Feder von Edgar Allen Poe, über den Leiter einer Irrenanstalt, der sich schließlich selber als Insasse seiner Menagerie entpuppt. Die beindruckend verstörende, dreckige Atmosphäre, die blutigen Effekte und die Kamera überzeugen. Schade nur, dass der Film durch laienhaft gesprochene Dialoge dennoch nicht über Amateurniveau kommt.

Fazit: Kleiner, dreckiger Independent-Anti-Weihnachtsfilm frei nach Edgar Allen Poe, der trotz seiner Amateurfilmdialoge einen Blick lohnt.


 

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